Was ist der Schlüssel zum Wunschgewicht?

Teil 3 aus der Blogreihe zum Thema "abnehmen" - Diäten und Ernährungsformen gibt es viele. Ich gehe auf die verschiedenen Formen ein und zeige Euch, was nicht nur körperlich sondern auch gesundheitlich gesehen der WIRKLICHE Schlüssel zum Wunschgewicht ist. 

Marina Oertel, Köln 

Es gibt viele verschiedene Wege sich zu ernähren und zum Wunschgewicht zu gelangen. Ich gehe heute auf folgende 10 Ernährungsweisen ein:

 

  1. Ernährung nach der DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung)
  2. Diät-Drinks/-Shakes
  3. fettreduzierte Ernährung
  4. kohlenhydratreduzierte Ernährung
  5. proteinreiche Ernährung
  6. Trennkost
  7. Ernährung nach der Tageszeit
  8. Volumen-Tricks
  9. die altbekannte Methode der Kalorienreduktion (FDH - "friss die Hälfte")
  10. personalisierte Ernährung basierend auf einem Gentest

1. Ernährung nach der DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung)

Die Ernährung nach der Empfehlung der DGE scheint im ersten Moment eine gute Entscheidung zu sein. 

 

Es darf nur nicht vergessen werden, dass die Empfehlung eine Pauschalaussage ist. Das heißt, dass die Empfehlung nicht personenbezogen ist.

 

Jeder Mensch ist anders und lebt auch anders. Aus diesem Grund ist eine pauschale Aussage nicht unbedingt für jeden geeignet. 

 

Ich verwende hier gerne den Begriff "Gießkannenprinzip".

 

Auf einen Teil der Menschen wird die Ernährungsform schon passen.

 

Auf den anderen Teil der Menschen jedoch nicht! - Was passiert mit diesen Menschen?

 

Sie ahnen nicht, dass sie ihren Stoffwechsel stören und sich somit gesundheitliche Störungen selbst erschaffen.  

2. Diät-Drinks/-Shakes

Diät-Drinks & -Shakes scheinen für viele Menschen eine willkommene Lösung zu sein. 

Ich kann jeden einzelnen sogar auch einerseits verstehen...

 

Im Kopf sitzt der Gedanke "abnehmen ist schwer", zusätzlich ist der Alltag heute oft recht stressig und die Motivation und/oder die Zeit für die richtige Ernährung und die Bewegung fehlt. 

 

Trotzdem besteht annähernd der Wunsch einer "Traumfigur". - Spätestens wenn sich die Badesaison nähert.

 

Oder das Gewicht muss aus gesundheitlichen Gründen reduziert werden und man wird somit gezwungen abzunehmen.

 

Da ist es natürlich viel "leichter", "bequemer" und "praktischer" diese Drinks & Shakes zu verwenden. Wer es tatsächlich durchhält die Mahlzeit auch wirklich durch den Drink zu ERSETZEN, kann sogar auch Erfolg bei der Gewichtsreduktion haben. ...auf schnelle und einfache Weise....

 

Die Drinks und Shakes enthalten die Makronährstoffe Kohlenhydrate, Fette und Eiweiß, so dass sie eine Mahlzeit ersetzen können. 0b sie aber wirklich GENÜGEND Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente und den dazu gehörenden Pflanzenbegleitstoffen (benötigt zur optimalen Aufnahme und Verwertung) enthalten, muss sich jeder selbst überlegen oder sogar überprüfen. Meiner persönlichen Meinung nach - eher nicht. 

 

 

Dadurch, dass eine ganze Mahlzeit durch den Drink oder Shake ersetzt wird, wird der Körper in dem Moment nicht mit genügend Mikronährstoffen wie Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen versorgt. Das bedeutet, dass dem Körper pro verwendeten Drink/Shake zu wenig Mikronährstoffe zugeführt werden - und das Tag für Tag. Es folgt zwangsläufig ein Vitamin- und Mineralstoffmangel, der sich mit jedem Tag erhöht

 

Ein Vitamin- und Mineralstoffmangel sorgt kurz gesagt unter anderem für eine Störung der Stoffwechselfunktionen im Körper, welche wiederum zu Krankheiten führen können.

 

Im vorherigen Blog "Welchen gesundheitlichen Schaden können Diäten anrichten?" (Teil 2 aus der Blogreihe zum Thema "abnehmen") bin ich auf die Mikronährstoffe und den Mikronährstoffmangel genauer eingegangen.

3. & 4. fettreduzierte Ernährung & kohlenhydratreduzierte Ernährung

Grundsätzlich sind beide Ernährungsformen (fettreduzierte Ernährung sowie kohlenhydratreduzierte Ernährung) nicht verkehrt. Wichtig ist nur zu wissen, welche dieser Ernährungsformen zu dem eigenen Stoffwechsel passt.

 

Eine pauschale Aussage wie oben (bei der Ernährung nach der DGE) schon erwähnt ist auch hier nicht zu treffen. Das würde wieder auf das "Gießkannenprinzip" hinaus laufen.

Das heißt auch, dass eine heutzutage "moderne" Low-Carb-Ernährung für den einen gut und für den anderen sogar schädlich sein kann. 

 

Es geht also nicht darum, welche persönliche Meinung wir haben, sondern um unseren Stoffwechsel.

 

Hier stellt sich also nun die Frage: Welchen Gen-Ernährungstyp habe ich?

Die Gene bestimmen, wie wir die Nahrung, die wir zu uns nehmen, verstoffwechseln. Hier mehr dazu

 

Ohne Untersuchung (Gentest) kann es schnell zu genau der falschen Ernährungsweise für den eigenen Stoffwechsel kommen. Die Folge kann dann eine Störung im Stoffwechsel sein, die wiederum Krankheiten verursachen kann. 

5. proteinreiche Ernährung

Die proteinreiche Ernährung wird meist verwendet um den Stoffwechsel anzuregen und die Muskeln aufzubauen. Dieses hat automatisch eine Gewichtsreduktion zur Folge. 

 

Eine Ernährung mit einem hohen Anteil an Eiweiß ist allerdings aus gesundheitlicher Sicht nicht auf Dauer geeignet. Der Stoffwechsel wird erhöht und der Körper gerät in Stress. Als Folge werden Stresshormone frei gesetzt, die wiederum auf Dauer den Stoffwechsel durcheinander bringen.  

 

Überschüssiges tierisches Eiweiß speichert der Körper im Bindegewebe und den Blutgefäßen. Auf Dauer kann das zu Krankheiten wie z.B. Schlaganfall und Herzinfarkt führen. 

 

Wer sich eiweißreich ernährt braucht außerdem mehr Wasser

 

Je mehr Eiweiß zugeführt wird, umso mehr überschüssiges Protein muss abgebaut und ausgeschieden werden. Das bedeutet Leber und Niere müssen umso mehr arbeiten und laufen auf Hochtouren

Um die Nieren dabei zu unterstützen muss ausreichend Wasser getrunken werden. Der Bedarf erhöht sich in diesem Fall von 2 Liter auf 3-4 Liter pro Tag. 

Da allerdings sehr viele Personen schon Schwierigkeiten haben die 2 Liter Flüssigkeit abzudecken, besteht hier ein großes gesundheitliches Risiko. Nierenschäden können die Folge sein. 

 

Auch auf die Harn-Säure muss geachtet werden, da ein auf Dauer erhöhter Harnsäure-Spiegel zu Gicht führen kann. Die Harn-Säure wird durch purinreiche Ernährung gefördert. Dazu zählt sowohl die pflanzliche sowie tierische Nahrung

 

Eine Tabelle über den Puringehalt von Lebensmitteln ist auf folgender Website zu finden.

www.internisten-im-netz.de

6. Trennkost

Die Trennkost ist genau genommen überhaupt nicht möglich!

In sehr vielen Lebensmitteln, wie z.B. Getreide, Hülsenfrüchte und Milch, sind Kohlenhydrate sowie Eiweiß enthalten und somit auch nicht trennbar. Außerdem benötigt der Körper seine Nährstoffe in einem ausgeglichenen Verhältnis zueinander.

 

Auch die ausreichende Aufnahme von Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen ist nicht gewährleistet. Das kann dauerhaft zu gesundheitlichen Beschwerden bis hin zu schwerwiegenden Krankheiten führen. 

 

Die DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) rät von der Trennkost ab.

"Die Theorien von Dr. Howard Hay sind wissenschaftlich nicht haltbar.

 

DGE Special: Haysche Trennkost ist als langfristige Ernährungsform nicht zu empfehlen. 

7. Ernährung nach der Tageszeit

Eine Ernährung nach der Tageszeit hört sich anfangs recht einfach an, ist aber im Alltag dann oft für viele Menschen ziemlich schwer. Denn für viele Menschen wird damit die Lebensqualität eingeschränkt, was wiederum dazu führt, dass diese Ernährungsweise meist nicht dauerhaft durchgehalten wird. 

Genau diese Rückfälle in die alte Ernährungsweise führen dann zu dem bekannten Jojo-Effekt. 

 

Der Grund für den Rückfall ist hier also das Wohlfühlgefühl. 

 

Ein Verzicht auf bestimmte Nährstoffe bedeutet aber auch immer ein Mangel - auch wenn es sich nur um eine Mahlzeit des Tages handelt, bei der ein Nährstoff weggelassen wird (z.B. abends die Kohlenhydrate). Ein Mangel ist ein Mangel. Dauerhaft sorgt dieser Mangel/Verzicht für einen Drang, diesen Mangel wieder abzudecken. Wird diesem Drang nachgegeben, kommt es wieder zu dem Jojo-Effekt. 

Der Drang entwickelt sich, weil der Körper jeden Nährstoff benötigt. Die Mahlzeit muss also in einem bestimmten Verhältnis der Makronährstoffe (Kohlenhydrate, Fette und Eiweiß) ausgeglichen sein. 

 

In diesem Fall ist der Grund für den Rückfall also eher vom Körper ausgehend. 

 

Es gibt hier also zwei Faktoren, die einen Rückfall in die alte Ernährungsweise begünstigen und somit einen Jojo-Effekt hervorrufen können. 

8. Volumen-Tricks

Volumen-Tricks erleichtern einem in der Tat etwas die Gewichtsreduktion.

 

Ballaststoffreiche Lebensmittel quellen auf und machen satt. Zudem tragen Ballaststoffe zur Darmgesundheit bei. 30 g Ballaststoffe pro Tag sollte der Mensch zu sich nehmen. In der Tat nimmt der Durchschnitts-Mensch in Deutschland allerdings nur etwa 1/3 der täglichen Empfehlung zu sich. 

Alleine aus diesem Grund ist eine ballaststoffreiche Ernährung schon eine gute Wahl. Der Nebeneffekt des Volumen ist hier natürlich bezüglich der Gewichtsreduktion auch willkommen.

 

Ich möchte dennoch dringend darauf hinweisen, dass trotz allem eine ausgewogene Ernährung mit allen Makronährstoffen wie Kohlenhydrate, Fette und Eiweiß die Grundlage ist.

 

Den Volumen-Trick ohne ausgewogene Ernährung anzuwenden - davon rate ich dringlichst ab. 

Denn der Nährstoffbedarf von Makronährstoffen sowie Mikronährstoffen will gleichermaßen gedeckt sein, damit der Körper seine Gesundheit erhalten kann. 

9. kalorienreduzierte Ernährung (FDH - "friss die Hälfte")

Aus unserer Nahrung beziehen wir unsere Energie. Das bedeutet, dass wir mit einer kalorienreduzierten Ernährung auch unsere Energie reduzieren. Zusätzlich werden natürlich auch viel weniger Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente mit der Nahrung aufgenommen, was wiederum zu einem Mangel führt.

 

Jeder Mangel stört die Stoffwechselprozesse und schadet somit dem Körper. Befindlichkeitsstörungen wie Erschöpfung, depressive Verstimmungen, Konzentrationsschwäche, Schlafstörungen und viele, viele mehr können die Folge sein. Aus den Befindlichkeitsstörungen können sich auf Dauer aber auch Zivilisationskrankheiten wie Diabetes Typ II und Herz-Kreislauf-Erkrankungen entwickeln.

 

In meinem vorherigen Blog "Welchen gesundheitlichen Schaden können Diäten anrichten" habe ich zu diesem Thema ausführlich berichtet. 

10. Der Schlüssel zum Wunschgewicht:                                       personalisierte Ernährung basierend auf einem Gentest

Nach den neuesten Erkenntnissen aus der Nutrigenomics ist die personalisierte Ernährung basierend auf einem Gentest der Schlüssel zum Wunschgewicht

 

Die Nutrigenomics kombiniert Ernährungswissenschaft und Genetik. Weitere Informationen hierzu unter folgendem Link: Wissenschaft zur personalisierten Ernährung

 

Die Gene beeinflussen, wie unser Körper auf unsere zugeführte Nahrung reagiert. 

Durch einen Gentest per Speichelprobe kann festgestellt werden, in welchem Verhältnis Kohlenhydrate, Fette und Eiweiß zu sich genommen werden sollten. Hier geht es nicht um Verzicht, sondern um die Balance. Welche Balance ein jeder benötigt, kann nur durch einen Gentest festgestellt werden - daher personalisierte Ernährung. Zudem werden die Lebensumstände sowie die Bewegung mit bedacht, was die gesamte Ernährungsform noch mehr personalisiert.

 

KEIN Gießkannenprinzip!

 

Neben der Personalisierung sorgt die Ernährungsweise für eine optimale Gesundheit und ein Wohlfühlgefühl der besonderen Art.

 

Optimale Gesundheit aus dem Grund, dass alle Nährstoffe verstoffwechselt werden können. Der Körper kann seine Nahrung also optimal in Energie umwandeln, was wiederum zu mehr Vitalität führt. 

 

Das Wohlfühlgefühl der besonderen Art kommt zustande, weil nach KEINER Mahlzeit mehr ein Müdigkeits-Tief eintritt und sich KEINER durch Verzicht selbst foltern muss - es geht ja nur um die Balance, nicht um den Verzicht von Lebensmitteln.

Die Lebensqualität bleibt also erhalten. 

 

Es findet lediglich eine dauerhafte Ernährungsumstellung passend zum eigenen Körper (Stoffwechsel) statt. 

Wichtiger Hinweis!!!

Ich möchte mit diesem Blog niemanden auf die Füße treten. Jeder entscheidet nach seinen Werten und Vorstellungen wie er sich ernährt. 

Mein Anliegen ist mehr das Informieren. Für welche Art der Ernährung sich dann entschieden wird, ist ganz alleine die Sache jedes einzelnen.

Aber ab jetzt ist es eine bewusste Entscheidung - auch, wenn die Gesundheit eventuell darunter leidet. 

Fazit

Jede Diät funktioniert.

Die Frage ist nur, funktioniert sie auf Dauer (ohne Jojo-Effekt) und was geschieht mit der Gesundheit.

Hier stellt sich dann auch die Frage nach der eigenen Priorität - Gesundheit oder Wunschgewicht.

 

Der Stoffwechsel hängt von den Genen ab. Es ist also eine Pauschalaussage über die richtige Ernährung nicht möglich. Das wäre das Gießkannenprinzip. Für den einen gut und für den anderen schlecht. 

Um sich auf den eigenen Stoffwechsel und die eigene Lebensweise passend ernähren zu können, ist der Gentest die Grundlage

 

Verzicht ist immer schlecht! 

Es geht um die Balance der Nährstoffe!

Der letzte Blog aus der Blogreihe zum Thema "abnehmen" wird sein:

  

Blog 4 "Wie geht das - abnehmen mit einem Gentest?"

 

Blog 4 folgt am Montag, den 1.5.2017

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Kommentare: 1
  • #1

    Chris (Samstag, 05 Mai 2018 19:20)

    Hallo, ich wiege 150 kg und mein Arzt rät mir zur Diät. Ich danke für diesen Artikel denn er gibt mir Klarheit: Gesundheit oder Wunschgewicht. Also ich entscheide mich für die Gesundheit und esse weiterhin so wie bisher, nur gesünder.